3-D-DRUCK: Waffenpläne frei im Netz – freie Bahn für den Terror?

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Ein amerikanischer Anarchist und Technikfreak stellt im Internet Baupläne für Waffen bereit. Aus dem laufenden Rechtsstreit dazu zogen sich die US-Behörden nun zurück. Die Sorge vor Terror und Amoklauf wächst.

„Defcad“ heißt eine Internet-Plattform für digitale 3-D-Druckvorlagen, CNC-Fräsvorlagen und Baupläne, die vor gut drei Jahren den Unwillen der US-Außen- sowie Verteidigungsministerien erregte. Denn die Pläne auf der Website bilden nicht etwa Werkzeuge, Kunst oder Spielzeug ab, sondern Feuerwaffen. Gründer und Mastermind hinter „Defcad“ ist der radikal-liberale US-Waffennarr Cody Wilson, 30, der auf seinem Server Baupläne und Druckvorlagen für kommerziell verfügbare Waffen sammelt. Wilson sieht sich selbst als Libertarier, als Freigeist und Anarchist, sein erklärtes Ziel: Er will Technologie zur Waffenherstellung allgemein verfügbar machen, und so das Gewaltmonopol des Staates in Frage stellen.

Dass er damit den Unwillen der US-Regierung weckt, verwundert nicht – erstaunlich ist vielmehr das Ende des juristischen Streits: Anfang Juli gaben die US-Behörden bekannt, sie zögen sich aus dem Rechtsstreit zurück. Wilson darf nun auf seiner „Defcad“-Plattform digitale Baupläne kommerziell verfügbarer Waffen veröffentlichen. Seinem juristischen Argument, dass auch die Veröffentlichung von digitalen Waffen-Bauanleitungen unter die von der US-Verfassung garantierte Redefreiheit fällt, scheinen die Behörden nichts entgegen setzen zu wollen.

Damit beginnt laut Wilson ein neues Zeitalter digital verfügbarer, nicht zurückverfolgbarer Waffen ohne Seriennummer oder Registrierung.

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