TRUMPS TAKTIK: Brutale Verhandlungen mit Brechstange irritiert

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Es sollte ein Nato-Gipfel werden, am Ende war es die große Trump-Show: Zwei Tage lang hielt der US-Präsident die übrigen 28 Staats- und Regierungschefs in Brüssel auf Trab, strapazierte sie mit einem steten Wechsel provokanter Tiraden auf Twitter und dick aufgetragenen Schmeicheleien im persönlichen Gespräch. Dass die Nato zwischendurch ein substanzielles Arbeitsprogramm für die kommenden zwei Jahre beschloss, ging in dem Trubel unter – und womöglich auch an Trump vorbei. Anders lässt sich schwer erklären, warum er den Verbündeten wenige Stunden nach der Bekräftigung der bisherigen Beschlüsse zum Zwei-Prozent-Ziel ein Ultimatum stellte und erneut Bundeskanzlerin Angela Merkel attackierte: Statt bis 2024 müssten die Alliierten die Zielmarke schon im Januar 2019 erreichen, verkündete er den irritierten Partnern, nachdem er sich in der Arbeitssitzung zur Ukraine in Rage geredet hatte: "Ansonsten starten wir einen Alleingang."

Ob Trump damit tatsächlich einen Austritt aus der Nato androhen oder einfach nur seinen bisherigen Ausführungen mehr Dringlichkeit verleihen wollte, dürfte sein Geheimnis bleiben. Weder in seiner Regierung noch im Kongress hätte der US-Präsident momentan Rückhalt für einen Ausstieg aus der Allianz. Die schwammige Ankündigung reichte dennoch aus, um den Gipfel in den Alarmzustand

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