Alexander Waechter

Radetzkymarsch

Es war ein echtes Erlebnis zu sehen wie Alexander Waechter den etwa 290 Seiten starken Roman von Joseph Roth als 1-Mann-Stück auf die Bühne brachte.

Der Radetzkymarsch ist einer der bedeutendsten Texte, die je über den Untergang der Habsburger Monarchie geschrieben wurde.

Das „theater franzjosefskai21“ ist als echtes Wiener Kellertheater eher spartanisch in der Bühnen- und Kulissengestaltung. Hier ist die Kunst des Schauspielers wirklich gefordert. Und Alexander Waechter bewies einmal mehr, dass sein schauspielerisches Können jeder Herausforderung gewachsen ist.

Schwarze Bühne, eine Ulanen-Uniformjacke, ein Säbel und ein schwarzer Sessel, war die Gesamtausstattung der Requisite. Als einzige Möglichkeit, Szenenwechsel anzuzeigen, dient die Beleuchtung.

Alexander Waechter stellt alle drei Generationen der Trottas dar. Den „Helden von Solferino“ Leutnant Joseph Trotta, der dem jungen Kaiser Franz Joseph I in der gleichnamigen Schlacht das Leben rettet und dafür in den Adelsstand erhoben und zum Hauptmann befördert wird, seinen Sohn, den Bezirkshauptmann Franz, Freiherr von Trotta und den weichen, feinfühlenden Charakter des Enkels Kavallerie-Leutnant Carl Joseph von Trotta, den das Schicksal zur Infanterie an die russische Grenze verschlägt, wo er dem Alkohol und der Spielsucht verfällt. Er fällt im 1. Weltkrieg und mit ihm erlischt der adelige Zweig der Familie Trotta.

Feinste Stimmnuancierungen sowie Änderungen in Gestik und Mimik und auf der Bühne standen drei voneinander verschiedene Personen. Es war faszinierend zu beobachten, wie nach jedem Abdunkeln des Raumes ein komplett anderer Charakter aus der Person Waechters sprach.
Zusätzlich verlieh er in zwei Dialogen auch noch dem jungen und alten Kaiser Franz Joseph seine Stimme und wiederum waren zwei völlig unterschiedliche Charaktere zugegen.
Der Untergang eines Staates, einer Dynastie, einer ganzen Epoche, einer Welt wird mit großer Liebe und unendlicher Trauer analysiert.

 

Es ist ein Genuss Alexander Waechter spielen zu sehen! Für alle Theaterbegeisterten, die das Stück noch nicht gesehen haben, stehen noch folgende Vorstellungstermine zur Auswahl

Di. 17.10.

Mi.18.10.

Fr. 20.10

Sa. 21. 10.

So. 22.10.

Di. 24.10.

Mi. 25.10.

Beginnzeiten: Dienstag, Mittwoch, Freitag und Samstag um 19:30, Sonntag um 18:00

VERLÄNGERUNG!    VERLÄNGERUNG!     VERLÄNGERUNG!

vom 7.11. bis zum 1.12.

immer Dienstag, Mittwoch, Freitag um Samstag um 19.30 und Sonntag um 18.00

Kartenbestellungen:

Email: theater@franzjosefskai21.at

Tel.od.SMS: 0664/1798050

www.franzjosefskai21.at

Kartenpreis einheitlich 20.-

Alexander Waechter mit seinem ehemaligen Erzieher aus dem Wiener Theresianum

Genießen Sie einen unvergleichlichen Theaterabend!

SH

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