Die Taubenfütterungsverbotstafeln mussten den massiven Protesten weichen!

zur Erinnerung an 2015

WIENS UMWELSTSTADTRÄTIN ULRIKE SIMA ERWEIST SICH ALS BERATUNGSRESISTENT


„Strafe für Taubenfüttern bleibt“ berichtet der Kurier am 17.April 2015 über Simas geplante Intensivierung der Sanktionen gegen Tauben. Tierschützer steigen auf dieBarrikaden, allen voran Brigitte Martzak, leidenschaftliche und sehr engagierte Tierschützerin und Obfrau des Vereins „Plattform und Event gegen Tierleid“.

„Ein Skandal“ so erbost sich Brigitte Martzak über Ulrike Simas Statements und Rechtfertigungsversuche. „Fr. Sima hat anscheinend ihre Hausaufgaben nicht gemacht. Bereits im Jahr 2013 berief sie unter dem Titel „Tauben im urbanen Bereich“, zusammen mit der Tierombudsstelle der Stadt Wien eine Tagung ein. Unter den Teilnehmern befanden sich auch ein Spezialist aus Deutschland, der praxisorientierte, erfolgreiche Konzepte in dieser Causa sowohl vorgelegt, als auch vorgetragen hatte“.

Wien ist anders!

„Dieses Statement lässt sich in vollem Umfang auf Fr. Sima anwenden“, schäumt Brigitte Martzak weiter, „von all den Anregungen und der in etlichen Städten sehr erfolgreichen Umsetzung des oben geschilderten Konzeptes, hat sie als Vorgangsweise lediglich ein Aufstellen von geschmacklosen Schildern, die gleich 2 Tiergattungen stigmatisieren, herausgezogen. Da stellt sich mir doch die Frage, ob die Fr. Umweltstadträtin ihrer Informationspflicht auch soweit nachkommt, dass sie vorgelegte Konzepte tatsächlich liest. Das wirkt auf mich nicht so, denn anders kann ich mir ihre lächerliche Erklärung rund um den Meidlinger Taubenkobel nicht vorstellen. Und natürlich das beliebte Rezept von strafen, strafen, strafen. Es wirkt beinahe so, als wenn hier immer wieder neue
Grunde gesucht werden, um durch fragwürdige politische Entscheidungen entstehende Budgetlöcher, zumindest teilweise stopfen zu können. Und Herhalten müssen immer die, die sich nicht wehren können. Artgerechtes Füttern von Tauben darf nicht bestraft werden, diese Aktion ist illegal“.

Sehr ähnlich sieht das auch die Präsidentin des Wiener Tierschutz Vereines Madeleine Petrovich und eine Entscheidung des Verwaltungssenats untermauert dies und gibt den Tierschützern recht. Umweltstadträtin Sima geht auf diesen Entscheid in keiner Weise ein.
Selbstverständlich sei es zu ahnden, verdorbene Lebensmittel auf der Straße quasi zu „entsorgen“, darüber sind sich alle einig. Aber „rechtlich unzureichend geschulte WasteWatcher handeln sehr oft verfassungswidrig und kommen vielfach mit ihrem einschüchternden Verhalten in die Nähe der strafrechtlich relevanten Nötigung“ (Zitat Madeleine Petrovich OTS Aussendung).


Beratungsresistent zeigt sich Ulli Sima laut Brigitte Martzak auch bei den von den Zeitungen Heute und Kurier durchgeführten Umfragen, wo sich zwischen 58 und 67% der Leser deutlich für die Tauben und gegen die Vorgangsweise der Umweltstadträtin entschieden haben.

 

Taubenumfrage Heute: Stand 7.7.2015

http://www.heute.at/news/oesterreich/wien/art23652,1144153

Taubenfüttern wird nun bestraft. Was sagen Sie dazu?

Endlich! Die “Ratten der Lüfte” sind schon länger ein Hygiene-Problem.

31,94%

Schlimm! Man kann die armen Tiere doch nicht verhungern lassen.

68,06%

1769 abgegebene Stimmen

Finden Sie die Strafe fürs Taubenfüttern angebracht?

Ja, denn an manchen Orten in Wien kann man schon von einer Plage sprechen.

31,64%

Nein, Tauben sind auch Lebewesen.

68,36%

2901 abgegebene Stimmen

Umfrage Kurier:

Umfrage

Nachgefragt

    • Soll Taubenfüttern erlaubt sein?

    • Ja

73.7%

    • Nein

26.3%

http://kurier.at/chronik/wien/wer-fuettert-riskiert-36-euro-strafe/123.017.558

„Ein solches Urteil würde für die SPÖ der die Umweltstadträtin angehört, ein absolutes Traumergebnis bedeuten, nämlich die absolute Mehrheit. Mit welchem Recht setzen Sie sich, liebe Fr. Sima dann aber über die absolute Mehrheit der Wiener Bürgerinnen und Bürger hinweg? Und haben Sie sich jemals gefragt, ob Sie mit ihrer fragwürdigen Schilderaktion nicht direkt und indirekt zu Gewaltaktionen gegen die unschuldigen Lebewesen aufrufen und diese damit sogar noch sanktionieren?

http://kurier.at/chronik/wien/sima-taubenfuetterung-macht-die-voegel-krank/125.486.369

http://www.heute.at/news/oesterreich/wien/art23652,1144153

http://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/4672842/Wien_Wann-Taubenfuttern-doch-erlaubt-ist
Die stärkste Waffe des Menschen ist seine Vernunft und es wird Zeit, dass diese auf den Plan tritt. Wir werden jedenfalls nicht aufhören für die Durchsetzung eines integrativen Stadttaubengesetzes, das auf den erfolgreichen Konzepten, die in unseren Nachbarländern seit langem zur Anwendung kommen, zu kämpfen“, so Brigitte Martzak abschließend.

Die Fakten

 

Die Lösung liegt in einem Konzept der tierschutzgerechten Regulierung der Stadttaubenpopulation, das gute, effektive und nachhaltige Methoden beinhaltet, die
mehrere Komponenten vereinigt. Ein integratives Stadttaubengesetz, das auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und praktischen Erfahrungen basiert wurde von der Bundesarbeitsgruppe Stadttauben, die dem Bundesverband „Menschen für Tierrechte“ angeschlossen ist, entwickelt und befindet sich seit 1995 im Einsatz. Es wird von den zuständigen Ministerien der Länder Baden-Württemberg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen empfohlen und ist auch schon mit einigen Tierschutzpreisen ausgezeichnet worden. Dabei handelt es sich um betreute Taubenschläge, deren Anzahl der Taubenpopulation angepasst werden. Im
Umkreis dieser soll auch nicht zugefüttert werden. Im Schlag selbst werden die Tiere mit artgerechtem und gesundem Futter versorgt, ihre Population wird durch Ersetzen der Eier mit Attrappen geregelt und eingedämmt, der Großteil des Kots wird in den Schlägen abgesetzt und kann durch die Betreuer täglich entsorgt werden und die Tiere bleiben dadurch gesund. Die Kosten für einen Taubenschlag belaufen sich auf etwa 3.500.-/jährlich für Einrichtung, Betreuung und Futter. Damit liegen sie weit unter den Kosten für bisherige Vergrämungsmaßnahmen und immer wiederkehrende Verschmutzungsbeseitigungen.

Es wurde auch mit Vorurteilen aufgeräumt, so beispielsweise mit „Taubenkot zerstört Bauwerke“. Ein Prüfbericht des Instituts für Massivbau der technischen Universität Darmstadt, sowie des Bayrischen Instituts für Denkmalpflege, bescheinigt Taubenkot einen neutralen bis schwach sauren pH-Wert. Eine direkte Schädigung der Bausubstanz durch den Ätzwert des Kots kann daher NICHT nachgewiesen werden.


Dem Mythos über den „Krankheitserreger Taube“ begegnet Dr. Ludger Kamphausen, seit über 20 Jahren Leiter der Taubenklinik Essen wie folgt:“ Die Gefahr ist sehr viel geringer, als immer dargestellt wird. So ist sie z.B im Verhältnis zu einem normalen Blumentopf, der regelmäßig gewässert wird, deutlich geringer. Das liegt an der Entwicklung von Pilzen, die in bewässerten Blumentöpfen sehr viel höher ist.“

Eine 2007 durchgeführte Umfrage in den praktizierenden Städten stellen dem Konzept eine absolute Erfolgsbilanz aus. Dem schließen sich auch Schädlingsbekämpfer und der Denkmalschutz an. Schädlingsbekämpfer, die sich mit Vergrämungen von Gebäuden mit hoher Taubenpopulation beschäftigten, wissen genau, dass jene Maßnahme, außer einem Übersiedeln der Tauben zum nächsten Gebäude, nichts bewirkt.
Die betreuten Taubenschläge jedoch geben den Tieren eine sichere Umgebung und sie sind nicht mehr gezwungen, woandershin auszuweichen. Durch die Populationskontrolle bleibt der Besiedlungsdruck gleich.

 

Laudatio

Wolfgang Leix, Leiter des Sozialamts Augsburg und gleichzeitig Hausherr jenes restaurierten Renaissancebaus findet, dass es gerade bei historischen Gebäuden keine Alternative zu diesem Erfolgskonzept gibt, denn damit wurden alle damit verbundenen Randprobleme gelöst.

Auch die Stadt Aachen, die neben den 10 betreuten Taubenschlägen sogar eine eigenen Taubenauffangstation unterhält schließt sich diesem Lobgesang an, ebenso wie die Stadt Augsburg, wo bereits 95% der Stadttauben unter Kontrolle sind, Torgau, wo Bettina Klein von der Umweltstelle bescheinigt, dass mit jenem Konzept keine Unsummen verschlungen werden und Basel wo die Bevölkerung von einer, durch die öffentlichen Taubenschläge und Taubenhäuser bewirkten, vorbildlichen Tierhaltung durch die Stadt spricht.
Es gilt als DAS Mittel zur Wahl, um das Stadttaubenproblem effektiv und tierschutzkonform in den Griff zu bekommen. Dazu besteht auch eine besondere
Verpflichtung, seit der Tierschutz als Staatsziel im Grundgesetz formuliert ist.

SH

Ein Gedanke zu „Die Taubenfütterungsverbotstafeln mussten den massiven Protesten weichen!

  • 18. April 2017 um 11:30
    Permalink

    Die Taubenplage erfordert solche Maßnahmen habe dafür volles Verständnis !

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