Lustenau: Tierquäler fängt Fuchs mit Horror-Falle – Es hätte auch Menschen treffen können!

Wer macht denn Sowas? In Lustenau haben Unbekannte ein verbotenes Tellereisen aufgestellt, in welches ein Fuchs hineingeriet. Das Tier musste von einem Jäger von seinen Leiden erlöst werden. Die Polizei sucht nun nach Zeugen.

Die Vorarlberger Polizei sucht nach einem Tierquäler, der in der Parzelle Heitere in Lustenau eine illegale eiserne Klappfalle, ein sogenanntes Tellereisen, ausgelegt hat. In der Falle verfing sich ein etwa ein Jahr alter Fuchs, sein Hinterlauf wurde fast zur Gänze abgeschlagen. Ein Jäger erlöste das Tier am Donnerstag mit einem Schuss von seinem Leiden.

Das noch lebende Tier fand am Donnerstag gegen 9.00 Uhr ein 47 Jahre alter Landwirt, der daraufhin einen Jäger verständigte. Bei der Falle fehlte Polizeiangaben zufolge die Bodenverankerung. Es wird deshalb angenommen, dass das Tier beim Versuch, sich zu retten, die Falle mit sich geschleppt hat. Der ursprüngliche Auslegungsort der Falle war vorerst nicht bekannt, lag aber vermutlich in der Nähe des Fundortes.

Die Polizei ermittelt nun, wer die Falle aufgestellt hat und sucht Zeugen. “Das Fangen von Tieren mittels Tellereisen ist äußerst verwerflich, da die Tiere unglaubliche Qualen erleiden”, so Burghart Häfele von der Polizei Lustenau. Die Vorgangsweise sei nicht “waidmännisch”, weshalb auch nicht davon ausgegangen wird, dass die Falle von einem Jäger aufgestellt wurde. Häfele weiter: EU-weit ist die Verwendung von Tellereisen zum Fang von Tieren seit dem Jahr 1995 verboten. “Dennoch lassen sich Tellereisen relativ problemlos beziehen” – etwa über Jagdkataloge oder im benachbarten Deutschland, verdeutlicht er die Problematik.

Es hätte auch Menschen treffen können!

Diesmal war es ein Fuchs – aber sehr leicht hätte auch ein Haustier oder ein Mensch in die gefährliche Falle gelangen können, schließlich geht die Polizei davon aus, dass die Falle ursprünglich auf einem Feld aufgestellt war.

Ein Tellereisen besteht aus zwei eisernen, halbkreisförmigen Bögen mit scharfen Zacken, die mit Hilfe einer Feder gespannt werden. Sie liegen dann flach am Boden, in der Mitte eine Art eiserner Teller. Tritt jemand darauf, schnappen die beiden Bögen zu und klemmen Bein oder Fuß des Tiers oder des Menschen ein.

Zeugenaufruf!

Wer verdächtige Beobachtungen gemacht hat oder Angaben zum Fallensteller machen kann, wird gebeten sich bei der Polizei zu melden.

Polizeiinspektion Lustenau, Tel. +43 (0) 59 133 8144

(APA/Red.)

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