Tierschützer bangen um Insel-Schwäne

Aktivisten prangern Tiermorde an.

Die traurige Serie rund um die auf der Donau­insel lebenden Schwäne reißt nicht ab. Im August des Vorjahres wurde der Fall einer neun­köpfigen Schwan-Familie bekannt, in dem Tierhasser mit Werkzeug den Elterntieren die Hälse umknickten, die sieben Kinder verschwanden. Tierschützer schlugen Alarm. Aber nicht nur die Tiermörder bereiten den Aktivisten Sorgen: „Ich beobachte Fischer, die bei der Bucht bei der Reichsbrücke ins Wasser urinieren, dort, wo Schwäne und andere Wasservögel leben. Zwei Mal wöchentlich räumen wir dort einen Sack voller Müll weg“, so eine Tierschützerin, die sich nach mehrmaligen Anzeigen von den Behörden im Stich ­gelassen fühlt.

Neue Donau. Vergangenen Mittwoch wurde bei der U6-Station Neue Donau wieder ein Jungtier mit einem umgeknickten Hals gefunden. Wenige Tage danach fanden Tierschützer bei derselben Station eine um einen Stein gewickelte Schnur mit einem spitzen Haken, die weit ins Wasser hing – Fahrlässigkeit oder Vorsatz?

Am Montag tauchte ein Schwan mit abgerissenem Fuß auf, der von der Tierrettung abgeholt und eingeschläfert werden musste, wie Oliver Bayer vom Wiener Tierschutzverein mitteilte. „Verletzte Schwäne sind bei uns Dauergäste. Oft haben die Tiere Angelhaken im Gefieder oder verletzen sich durch unachtsam weggeworfenen Müll“, so Bayer. Aufgrund der zeitlichen Nähe glauben die Tierschützer an das Werk von Tierhassern.

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